8 Athletinnen und Athleten auf dem Podium bei der Deutschen Kleinbootmeisterschaft und der ersten Kleinbootüberprüfung der Junioren in München


von Larina Wiesen

Alle U23- und A-Sportler treten hier gemeinsam im normalen Meisterschaftsmodus mit
Vorlauf, Hoffnungslauf oder Viertelfinale, Halbfinale und Finale in Einern oder Zweiern
ohne Steuermann gegeneinander an. Am Ende werden die Meisterinnen und Meister in
den Kleinbooten geehrt.
Insgesamt konnten in diesem Jahr vier Athletinnen und Athleten bei dieser Deutschen
Kleinbootmeisterschaft auf das Podium fahren.
Frauen-Einer
Im Frauen-Einer startete Katharina Bauer (RV Treviris Trier) sehr stark in die
Meisterschaftsrennen und konnte sich mit mutigen Rennen über Vorlauf und Viertelfinale
für die Top 12 im hart umkämpften Feld der deutschen Frauen-Einer qualifizieren. Am
Ende reichte es im B-Finale für den zwölften Platz insgesamt.
Alicia Bohn (RG Treis-Karden) fuhr in der gleichen Konkurrenz auf den 21. Platz, Lea
Kaden (RV Treviris Trier) musste am Sonntag leider zum Finale abmelden.
Männer-Einer
Bei seiner ersten großen Deutschen Meisterschaft konnte Jonathan Fricke (Mainzer RV)
wichtige Rennerfahrung sammeln und wurde am Ende 29.
Leichtgewichts-Frauen-Einer
Sarah Kaden (RV Treviris Trier) zeigte im Hoffnungslauf des Leichtgewichts-Frauen-Einers
mit Sicherheit ihr stärkstes Rennen an diesem Meisterschafts-Wochenende. Am Ende
reicht es im B-Finale für den zehnten Platz.
Die Vorjahres-Meisterin Natalie Weber (GTRV Neuwied) musste leider am Sonntag zum B-
Finale abmelden.
Leichtgewichts-Männer-Einer
Maximilian Rühling (Mainzer RV) konnte im Leichtgewichts-Männer-Einer mit starken
Rennen überzeugen. Musste er sich im Halbfinale noch seinem Doppelzweier-Partner aus
Kassel von der U23-WM im Vorjahr geschlagen geben, so konnte er diesen im A-Finale
souverän schlagen und sicherte sich am Ende die Silbermedaille und damit den Sieg in
der U23-Wertung.
Auch Luca Britten (Saarbrücker RG Undine) zeigte starke Leistungen und verpasste am
Ende das Podium nur knapp mit einem starken vierten Platz.
Lars Kirchen (Saarbrücker RG Undine) wurde neunter und Hannes Ihmann (Saarbrücker
RG Undine) fuhr auf den 19. Platz.
Frauen-Zweier ohne Steuerfrau
Im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau war der Ruderverband Südwest direkt mit drei
Athletinnen auf dem Podium vertreten. Während das Geschwister-Duo mit Annabelle und
Luise Bachmann (RV Ingelheim) sich von Rennen zu Rennen besser zusammenfinden und
steigern konnte, überraschte der U23-Zweier mit Raphaela Werner (Mainzer RV) und Partnerin Lene Holkenbrink (RC Allemannia Hamburg) bereits im Vorlauf mit einem Sieg.
Im Finale kämpften beide Boote lange Bug an Bug um die Silbermedaille, bis sich auf den
zweiten 1000 Metern dann das Schwester-Duo durchsetzen konnte. Somit geht die
Silbermedaille an Annabelle und Luise, während Raphaela die Bronzemedaille und damit
den Sieg in der U23-Wertung feiern konnte.
Anne Kistenpfennig (Mainzer RV) fuhr in einer spontan zusammengesetzten Kombination
mit ihrer Partnerin Leonie Grube aus Magdeburg auf den 22. Platz.
Männer-Zweier ohne Steuermann
Seinen Erfolg vom Vorjahr wiederholen konnte Leon Gronbach (RG Speyer) mit seinem
neuen Partner Justus Beckmann (RV Bochum). Die beiden U23-Athleten wurden in der
Konkurrenz mit vielen starken A-Booten am Ende siebtschnellster Zweier und gewannen
damit zeitgleich die Wertung der U23-Athleten.
Sein Vereinskollege Ole Bartenbach (RG Speyer) mit seinem Partner Kaspar Virnekäs
(MRC) erwischte ein schweres Viertelfinale, sodass er sich am Ende mit Platz 13 und dem
souveränen Sieg im C-Finale zufrieden geben musste.
Im F-Finale dieser Konkurrenz fuhren Emil Beck und Max Baumann (Saarbrücker RG
Undine) auf den zweiten Platz und beenden die Regatta damit auf Platz 31.

Im U19-Bereich starten alle Athletinnen im Zweier ohne Steuermann oder im Einer, wobei
der Wettkampfmodus hier anders ist als bei den Senioren. Die Junioren starten zunächst
in Vorläufen, in denen sie sich mit Platz 1 bis 3 für die Top 18 qualifizieren. Dann findet ein
Zwischenlauf statt, in denen sich die ersten beiden für das A-Finale, Plätze drei und vier
für das B-Finale und Plätze fünf und sechs für das C-Finale qualifizieren. Das gleiche
Prozedere gilt für die Plätze 19 bis 36, die unter den Athletinnen und Athleten ausgefahren
werden, die im Vorlauf Platz vier bis sechs belegt haben.
Hinzu kommen am Sonntag-Nachmittag Rennen in – durch den Bundestrainer gesetzten –
Läufen im Doppelzweier und Vierer ohne Steuermann.
Insgesamt konnte der Ruderverband Südwest mit drei Mannschaften auf das Podium
dieser ersten Leistungsüberprüfung fahren.
Juniorinnen-Einer
Auch wenn sie mittlerweile seit einigen Jahren am Sportinternat Ratzeburg trainiert,
startet Elena Schweisthal nach wie vor für ihren Heimatverein – den Bernkasteler
Ruderverein. Nachdem sie bereits im Vorjahr bei der U19-Weltmeisterschaft im
Juniorinnen-Doppelvierer erste internationale Erfahrungen sammeln konnte, hat sie in
München ihre starke Entwicklung mit dem zweiten Platz im Juniorinnen-Einer
unterstreichen und sich erneut in Position für die U19-Nationalmannschaft bringen
können.
Eine weitere super Platzierung erruderte sich Anneke Ihmann (Saarbrücker RG Undine).
Bisher war sie als Leichtgewichts-Ruderin erfolgreich gewesen und konnte sich nun in der
offenen Klasse bei der ersten Leistungsüberprüfung den 14. Platz sichern.
Nach etwas Pech in den Vorläufen landeten Greta Pohl (Bernkasteler RV), Antonia
Stauder (Mainzer RV) und Johanna Müller (Ludwigshafener RV) im Kampf um die Plätze
19 bis 36. Hier konnten sie aber von Rennen zu Rennen überzeugen, sodass Greta 19.,
Antonia 20. und Johanna 22. im Juniorinnen-Einer wurde.
Aufgrund von gesundheitlichen Schwierigkeiten musste Janna Friedrich (Bernkasteler RV)
sich mit Platz 27 in diesem Feld zufrieden geben.
Junioren-Einer
Letztes Jahr noch zusammen im Junior-Zweier ohne Steuermann am Start, dieses Jahr
zusammen im A-Finale im Einer unterwegs waren Aron Schäfer (Bernkasteler RV) und Jan Bornemann (Mainzer RV). Als einziges Bundesland mit zwei Junior-Einern im ersten Finale
hat Aron dem Ergebnis mit einem starken zweiten Platz die Krone aufsetzen können, Jan
wurde in einem engen Rennen sechster. Beide haben sich somit in den Kreis der Top 8
hinein gerudert und werden somit in den nächsten Wochen auch um die U19-
Nationalmannschaft kämpfen.
Zusätzlich zu diesen Platzierungen im A-Finale hat sich Fabrice Rhein (Saarbrücker RG
Undine) in seinem ersten U19-Jahr auf den 19. Platz vorarbeiten können. Fritz Mönch
(Saarbrücker RG Undine) wurde 39. und Luca Nelius (Koblenzer RC Rhenania) 52.
Junioren-Zweier ohne Steuermann
Im Junioren-Zweier ohne Steuermann war der Ruderverband Südwest mit zwei
Mannschaften vertreten, von denen eine sich die Bronzemedaille erkämpfen konnte. In
packenden Rennen haben sich Max Brückelmeier (Binger RG) und Christopher
Constantin Pahling (Mainzer RV) jeweils über die zweiten 1000 Meter weit nach vorne
arbeiten und landeten am Ende auf Platz drei.
Für Jason Grün (Saarbrücker RG Undine) und Julian Schmidt (RV Treviris Trier) reichte es
am Ende für Platz 27.

Für die A-Mannschaft geht es jetzt bereits in die Mannschaftsbildung für den ersten
Weltcup, der vom 29. bis 31. Mai 2026 in Sevilla (Spanien) stattfinden wird. Die U23-
Athletinnen und -Athleten treten als nächstes vom 15. bis 17. Mai 2026 in Mittelbooten
im tschechischen Racice gegeneinander an. Für die U19-Athletinnen und -Athleten findet
der nächste Vergleichswettkampf vom 9. bis 10. Mai 2026 bei der internationalen
Junioren-Regatta in München statt, wo es unter anderem auch um die Plätze für die
Junioren-Europameisterschaft Ende Mai in Brandenburg gehen wird.
Wir wünschen allen unseren Athletinnen und Athleten viel Erfolg für die anstehenden
Wettkämpfe!